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Es wurden 2 Seiten zu „Müller-Stahl“ gefunden.
- „Armin Müller-Stahl. Lithografien“. Laudatio Erfurt 2004
Blatt 5 der Mappe, die „Melancholie des Faust“, ruft thematisch unweigerlich das große Vorbild von Dürers Melencholia ab, das in der Kunstgeschichte schon zahlreiche Rezipienten gefunden hat. Totenkopf und Sanduhr sind hier die gängigen Symbole der Vergänglichkeit, die den Ausgangspunkt der Niedergeschlagenheit des mit gesenktem Kopf sinnierenden Menschen im Vordergrund bildet. Müller-Stahl reduziert diese Symbole auf den Totenschädel, wodurch dieser zum Sinnbild des wissenschaftlich analysierenden und sezierenden Faust wird, der bekanntlich „Ach! Medizin“ studiert hat. Der niedergedrückte, von Wissen übersättigte Faust übersieht die lebendigen Boten des Himmels, Engel die ihn umgeben, die Hand Gottes, die den Totenschädel berührt.
- Armin Müller-Stahl in Jena. Laudatio 2025
Daß die Farbflächen von den Zeichnungen tatsächlich unabhängig sind, zeigt das Blatt „Die Herrlichkeit der Welt“. Vor dem im Wortsinne bunten Hintergrund einer lebhaft kommunizierenden Gesellschaft – ob auch das Motiv eines lächelnden Prälaten links zu sehen ist, muß man wohl offen lassen, ich sehe die Figur mit dem spitzen hohen Hut so – vor dem Hintergrund dieser bunten Gesellschaft sind zwei Gesichter gezeichnet, die ebenfalls miteinander sprechen.